Clemens Fankhauser bester Österreicher auf 5. Etappe

Clemens Fankhauser bester Österreicher auf 5. Etappe

Nicht nur aus meteorologischer Sicht waren die letzten beiden Tage äußerst turbulent, nach Unwetter und Massensturz konnte aber Clemens Fankhauser heute das beste Ergebnis für Hrinkow Advarics Cycleang einfahren und wird mit Platz 7 sogar bester Österreicher. Hier unser Bericht:

Die Folgeschäden der Schäden!

Nach der gestrigen Zielankunft am Dobratsch sollte für alle Beteiligten der Österreich-Rundfahrt der Tag noch lange nicht vorbei sein. Ein Unwetter machte auch vor der Villacher Alpe keinen Halt und sorgte für Weltuntergangsstimmung. Selbst der sportliche Leiter Stefan Rucker, bekanntlich Linienpilot und früher bei der Hagelabwehr in Graz fliegerisch im Einsatz, bekam es mit der Angst zu tun. „Ich habe echt schon viele Gewitter gesehen aber das gestern übertrumpfte alles bisher gesehene. Fahrer und Betreuer konnten sich noch rechtzeitig in Sicherheit bringen, dem zweiten sportlichen Leiter Uli Öhlböck und mir blieb nichts anderes übrig als an den Straßenrand zu fahren und im Auto sitzenzubleiben. Die Windschutzscheibe blieb, im Gegensatz zu Team Tirol, zwar noch ganz – die beiden Fahrzeuge hatten jedoch „Golfball-Look“ mit einigen Dellen. Auch ein Hrinkow Rennrad erwischte es und die Hagelkörner polierten regelrecht den Lack vom Carbon.

Zum Glück blieben jedoch alle unverletzt, ein großes Danke und Lob gilt dem OK-Team und allen Freiwilligen die in dieser Situation bis spät in die Nacht Aufräumarbeit leisteten.

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Nach dem Motto „The show must go on“ ging es heute auf der 5. Etappe von Villach/Drobollach nach Matrei in Osttirol. Auf dem nur leicht welligen Kurs über 175 Kilometer brauste das Feld mit einem Schnitt von 53 km/h (!) in der ersten Rennstunde. Am Ende betrug der Schnitt immer noch 47,2 km/h, der von einer 3-köpfigen Spitzengruppe übriggebliebene Johan Van Zyl (MTN-Qhubeka) setzte sich hauchdünn vor dem herannahenden Hauptfeld durch.

Überschattet wurde das heutige Rennen von einem Massensturz mit ca. 40 Fahrern kurz vor Lienz, wo Erinnerungen an den schrecklichen Sturz vor einigen Tagen bei der Tour de France wach wurden. Von der Equipe aus Steyr erwischte es den deutschen Alex Maier am schlimmsten, der jedoch beim Salto mit 60 km/h halbwegs glimpflich davonkam.

Clemens Fankhauser bester Österreicher mit Platz 7

05.07.2015 OE-Tour 1. Etappe

Für das bisher erfreulichste Ergebnis bei dieser 67. Österreich-Rundfahrt sorgte Clemens Fankhauser. Der Tiroler kommt von Tag zu Tag besser in Schwung und erkämpft bei dieser turbulenten Etappe den ausgezeichneten 7. Platz – er ist damit der beste Österreicher am heutigen Tag. „Das Team hat mich super in Position gebracht, bei der 500 m Marke war dann plötzlich das Tempo draußen und 15 Mann sind von hinten an mir vorbeigefahren. Ab der 300-er Marke habe ich dann voll durchgezogen und konnte dadurch noch viele Plätze gutmachen!“, so Fankhauser.

Roland Köhler, Mitgründer des neuen Continental Teams resümiert ebenfalls äußerst positiv die heutige Etappe: „Ich habe mir ein paar Tage Urlaub genommen um das Team bei der Österreich-Rundfahrt zu begleiten, aber dass es so etwas wie ein Abenteuerurlaub werden sollte damit habe ich nicht gerechnet. Gestern dieser Weltuntergang, die demolierten Fahrzeuge, heute der Massensturz den ich im Betreuerfahrzeug miterlebte…und last but not least der tolle 7. Platz von Clemens Fankhauser. Aber von mir aus könnte es ab morgen nicht ganz so turbulent werden!“, lächelt der Tiroler.

Roland Köhler