Österreichische Zeitfahrmeisterschaften – eine nasse und teilweise irreguläre Angelegenheit!

Österreichische Zeitfahrmeisterschaften – eine nasse und teilweise irreguläre Angelegenheit!

Die österreichische Radsport-Elite der Frauen und Männer gibt sich im Bundesland Salzburg für die österreichischen Zeitfahr- und Straßenmeisterschaften dieses Wochenende ein Stelldichein. Dass bei den Männern das Rennen aufgrund des Unwetters überhaupt noch gewertet wurde, war für manche Fahrer mehr als verwunderlich. Sichtweiten von 2 bis 3 Meter bei 50 km/h, Seitenwindböen etc., es war teilweise irregulär.

Auf dem heutigen 22 km langen Kurs im Einzelzeitfahren ging es vom Wallersee über Köstendorf, Schleedorf zum Mattsee. Schlüsselstelle bei Hin- und Rückfahrt war ein kurzer, aber giftiger Anstieg mit jeweils 125 Höhenmeter den es zu bewältigen galt.

Nachdem die Frauen ihre Zeitfahrmeisterschaften ausgetragen hatten, wurde die Wetterbedingungen immer schlechter. Besonders die letzten 10 Fahrer bei den Männern erwischte es schlimm und viele haben sich gefragt warum das Rennen nicht annulliert wurde. „Es war der reinste Horror, mein Begleitmotorrad wurde von einer Seitenwindböe erwischt, ich musste bremsen und rutschte ebenfalls weg – keine Chance die Zeitfahrmaschine irgendwie unter Kontrolle zu halten. Der Motorradfahrer hat mit dann erzählt dass, als er das letzte Mal auf seinen Tacho schaute, er 68 km/h anzeigte. Georg Preidler, er war knapp hinter mir, stieg daraufhin ab weil so viele Baumstämme schon auf der Straße lagen dass es fast schon fahrlässig war das Rennen nicht zu annullieren!“, so Anders Graf – der am Ende trotz Sturz noch den 5. Platz erkämpfte.

Andreas Hofer erging es ähnlich, plötzlicher Seitenwind in einer Zeitfahrposition ist keine gute Kombination, nach seinem Sturz musste er das Rennen beenden.

Für die morgigen Straßenmeisterschaften sollte sich das Wetter wieder beruhigen…