Solider Auftakt bei Österreich-Rundfahrt

Solider Auftakt bei Österreich-Rundfahrt

Der heutige Auftakt zur 67. Österreich-Rundfahrt, ein 5,4 km langes Mannschaftszeitfahren auf der Ringstraße in Wien, endet mit einem Sieg der russischen World Tour-Mannschaft Team Katusha. Team Hrinkow Advarics Cycleang bot vor der malerischen Kulisse mit Staatsoper, Parlament und Burgtheater eine solide Leistung und belegte am Ende den 15. Platz mit einer Zeit von 06:06,10 – das ergibt einen Gesamtrückstand von 20,71 Sekunden. Mit MTN-Qhubeka auf Platz zwei und BMC Racing Team auf drei gehen auch die restlichen Podestplätze an internationale Top-Teams.

Bei brütender Hitze mit mehr als 30 Grad Celsius spielte der Wind eine nicht zu unterschätzende Rolle, immer wurden die einzelnen Teams von einer plötzlichen Böe gestört. Für die Equipe aus Steyr machten anfangs die beiden Bahneuropameister Andreas Graf und Andreas Müller das Tempo. Obwohl fast jede Kurve auf der 150 Jahre alten Ringstraße mit vollem Tempo zu fahren war musste man über die Bahnschienen höllisch aufpassen um nicht zu stürzen und eventuell die anderen Teamkollegen mitzureißen.

„Bei der Streckenvorstellung habe ich mich vielleicht noch etwas gewundert warum wir nicht mit Zeitfahrmaschinen das Mannschaftszeitfahren bestreiten, aber jetzt nach dem Rennen bin ich wirklich froh darüber. Das wäre echt zu gefährlich gewesen! Aber grundsätzlich bin ich ganz zufrieden, es war eine solide Leistung von uns. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Man hat einfach gemerkt dass internationale Teams viel öfter Mannschaftszeitfahren bestreiten und dadurch natürlich wesentlich mehr Routine haben im Kampf gegen Uhr und Wind!“, so Andreas Müller.

Nach dem Rennen ist vor dem Rennen

Gleich nach dem Mannschaftszeitfahren begaben sich die Hrinkow Advarics Cycleang-Fahrer „auf die Walze“, um nach der kurzen aber sehr intensiven Belastung das Laktat wieder aus den Beinen zu bringen. Mit Betreuer, Mechaniker und dem Rest der Crew geht es nun wieder zurück ins Quartier nach Mörbisch.

Morgen um Punkt 09:00 Uhr startet die erste Etappe von Mörbisch nach Scheibbs, mit 206,6 Kilometer die zweitlängste Etappe der diesjährigen Rundfahrt. Und bei 1608 Höhenmeter ist eine Sprintankunft sehr wahrscheinlich.