Die vierte Etappe der Lidl Tour of Austria 2026 stand ganz im Zeichen von Hrinkow Advarics. Auf der Heimetappe rund um Steyr über 170,5 Kilometer und 2.325 Höhenmeter präsentierte sich das Team vor heimischem Publikum äußerst aktiv und sorgte gemeinsam mit tausenden begeisterten Fans für ein echtes Radsportfest. Vor allem Lokalmatador Valentin Poschacher zeigte sein großes Talent in der Spitzengruppe. Der Tagessieg ging schließlich an den Italiener Andrea Bagioli vom Team Lidl-Trek, der sich im stimmungsvollen Hexenkessel von Steyr durchsetzen konnte.
Bereits Stunden vor dem Zieleinlauf herrschte entlang der Strecke beste Tourstimmung. Besonders die gemeinsam mit dem Cycling Team Schwingshandl organisierte Fanzone am Porscheberg entwickelte sich zu einem beliebten Treffpunkt für Radsportfans und bot den perfekten Rahmen für die Heimetappe von Hrinkow Advarics. Bombenstimmung herrschte dann, als die Spitzengruppe der Fahrer über die letzten steilen Meter fuhr.
Auch sportlich setzte das Team früh Akzente. Noch vor der zweiten Skoda-Sprintwertung in Micheldorf nach rund 35 Kilometern gelang vier Fahrern die entscheidende Attacke. Mit Valentin Poschacher und Richard Riška waren gleich zwei Profis von Hrinkow Advarics in der Spitzengruppe vertreten. Komplettiert wurde die Ausreißergruppe vom Polen Piotr Pękala sowie dem Deutschen Mauro Brenner.
Die erste Zieldurchfahrt in Steyr erreichte Piotr Pękala, Träger der roten Rückennummer des aktivsten Fahrers, als Solist. Dahinter folgte Valentin Poschacher, während das Hauptfeld zu diesem Zeitpunkt rund 1:20 Minuten Rückstand aufwies. Zur Freude der zahlreichen Zuschauer konnten sich die Hrinkow-Fahrer damit eindrucksvoll auf ihrer Heimstrecke präsentieren.
Mit zunehmender Renndauer übernahmen jedoch die großen Mannschaften die Kontrolle über das Geschehen. Vor allem auf den Anstiegen rund um den Porscheberg wurde das Tempo deutlich erhöht. Rund 20 Kilometer vor dem Ziel war schließlich auch der letzte verbliebene Ausreißer Piotr Pękala gestellt und das Rennen wurde neu eröffnet.
Im Finale setzte sich Andrea Bagioli (Lidl-Trek) durch und sicherte sich den Sieg der Steyr-Etappe. Für Hrinkow Advarics blieb die Erkenntnis eines aktiven und kämpferischen Auftritts vor heimischem Publikum sowie die große Unterstützung der Fans entlang der gesamten Strecke.
Ausblick auf das Finale
Am Sonntag steht die abschließende fünfte Etappe von Langenlois nach Wien auf dem Programm. Über 109 Kilometer und 658 Höhenmeter führt die Strecke in die Bundeshauptstadt. Vieles deutet auf einen Massensprint hin. Dabei könnte Filippo Fortin zum erweiterten Favoritenkreis zählen – vorausgesetzt, er übersteht die letzten Anstiege ohne Probleme. Für Hrinkow Advarics gilt es, die Rundfahrt mit einer engagierten Leistung erfolgreich abzuschließen.